12µm Pitch versus 17µm Detektor – ein Vergleich

12 µm Detektortechnologie und 17 µm gegenübergestellt
Stand der Technik im Bereich der ungekühlten Wärmebildoptiken sind VOx Detektoren mit einer Detektorzellengröße (Pitch) von 12 Mikrometer im Quadrat.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Kleinere Bauform, kleiner notwendige Linsen mit selbigen Sehfeld im Vergleich zu Detektoren mit größerem Pitch, somit Gewichtsersparnis, weniger Stromverbrauch und insbesondere eine schärfere und detailreichere Bilddarstellung durch die Verwendung neuester Bildoptimierungssoftware / Algorithmen.

Als Faustformel gilt: „Je kleiner der Pitch, desto schärfer das Bild“

12-micron-BOSON-vs.-17-micron-ULIS
12 µm Detektor links   17 µm Detektor rechts

Warum kleiner notwendige Linsen?
Betrachten wir einen IR Detekor unter einem REM Mikroskop, so lässt sich die folgende Schachbrettartige Struktur erkennen:

FLIR Boson Nahaufnahme

Jede Detektorzelle (vgl. eines Schachbrettfeldes) ist wiederum vergrößert und schematisch dargestellt wie folgt aufgebaut:

IR Detektoraufbau
Detektorzellenstruktur in Schema

12µm Pitch ist also die Pixelgröße (size) einer Detektorzelle im Quadrat.
Bei einem 12 micron Detektor sind also die Detektorzellen entsprechend kleiner, welches wiederum zu einer kleineren Gesamtbauform des Detektors führt.
Das folgende Bild vermittelt einen Eindruck über die Größenrelationen in der Pixelwelt:

Pixel Größenvergleich

Selbiges Sehfeld bei kleinerer Linse und kleinerem Pitch?
Die folgende Graphik zeigt den Vergleich von einer Optik mit 12µm und 25µm Pitch:
Zu erkennen ist, dass die 12µm Optik bei kleinerer Linse das selbe Sehfeld aufweist.
Theoretische Grundlagen sind vergleichbar mit der einer Lochkamera, Strahlensatz.

12µm vs.25µm

Kleinerer Pitch = mehr Leistung = ein Wiederspruch?
Um diese Fragen zu beantworten müssen wir vorab die Leistung definieren.
Ist Leistung =
a) Auflösung (Bildschärfe)?
b) Temperatursensibilität?

Vergleichen wir die Detektorzelle mit einem “Eimer” der Photonen “einsammelt”, so wäre die Logik: “Je größer desto besser, da mehr Photonen einfallen und somit mehr “verbeitet werden können”.
Fazit: Der Pixel Pitch (Eimergröße) bestimmt die Sensibilität!”

Die Pixelgröße bestimmt aber auch die Auflösung (vgl. Fernseher),
Fazit: “Je kleiner, desto schärfer das Bild.

Zur Erklärung nehmen wir folgendes zutreffendes Beispiel.
Vergleichen wir auf der Rennstrecke einen Wagen mit 12 Zylinder Motor aus dem Jahre 2010 mit einen aufgeladenen 6 Zylinder Boxermotor aus dem Jahre 2017. Wir stellen fest, dass der Wagen mit dem 6 Zylinder sicherlich besser performt und schneller am Ziel ist.
Wir wissen aber auch,  dass erst ab 4 Liter Hubraum beim PKW die Laufkultur anfängt, aber gelernt wurde:  Hubraum ist nicht alles!
Im übertragenen Sinne bedeutet dies: Entscheidend für die Gesamtleistungsfähigkeit eines Systems, ist die optimale Abstimmung aller Komponenten, die neueste Technologie (Software etc.)  und wie im Bsp. gemeint, die PS-Leistung die am Ziel ankommt!
Und das sehen Sie bei Optiken mit 12 micron Pitch sofort mit Ihren eigenen Augen..

Je kleiner der Pitch, desto wirtschaftlicher die Herstellung der Sensoren
Die Reduktion des Pitches ist die Konsequenz eines Kostenreduktionsbestrebens in der Sensorenfertigung.
Je mehr Sensoren beim Herstellprozeß gefertigt werden können, desto niedriger die Stückkosten. Das folgende Bild zeit einen Sensorwaver (vgl. Waffeleisen), je mehr Sensoren auf einem “Backblech” passen, desto mehr Sensoren ergeben sich aus einem “Backvorgang”.

waver stack
Sensor                                    Sensor waver

In der Herstellung spricht man hierbei vom SWAP-C Reduktionsbestreben:
Reduktion von: Size, Weight, Power, Cost.
Dies zeigt anschaulich das folgende Schaubild:

need-for-SWAPC

Fazit:
Wollen Sie eine Optik erwerben, die Sie auf den letzten technologischen Stand bringt und Sie somit die nächsten zwei Jahre nicht der Technologie “hinterher laufen”, so investieren Sie in eine Optik mit 12 µm Pitch. Das warten hat ein Ende!

 

Vorankündigung Pulsar Quantum Lite XQ23V / XQ30V

Die Firma Pulsar mit Sitz in Russland kündigt zwei neue handgeführte Wärmebild Beobachtungsoptiken an.
Die Optiken mit der Bezeichnung Quantum Lite werden in zwei Ausführungen mit 384×288 ULIS ASi Detektor mit 17 µm Pitch angepriesen:
Quantum Lite XQ23V
Quantum Lite XQ30V

Pulsar Quantum Lite
Der Unterschied beider liegt in der Frontlinsengröße und somit in Sehfeld und Reichtweite.

FLIR Scout III 320 vs. KEILER-25

Ein Praxisvergleichstest zwischen:
FLIR Scout III 320 und KEILER-25 Wärmebildoptik

Keiler-Flir-Vgl_w

1. Leistungsdatenvergleich
320 vs Keiler-25

2. Messung der Bildschärfe
Versuchsaufbau besteht aus einer beheizten Messplatte mit unterschiedlichen Konturen auf einer Betrachtungsdistanz von 50m:
distanz-setup_w
Die Bilddaten werden bei der FLIR Scout III 320 Optik per Videokabel auf einen externen Videorekorder übertragen. Bei der Keiler-25 Optik erfolgt die Bilddatenspeicherung per WiFi auf einem Smartphone.

a) Ergebnis mit 1-fach Zoom
FLIR-320-no-zoom_w  Keiler no zoom

b) Ergebnis mit 2-fach Zoom
FLIR-320-2-Zoom_w Keiler 2x zoom

3. Messung der Temperaturempfindlichkeit
Zur Darstellung der Temperaturempfindlichkeit bieten sich zwei Aufbauten an:
a) die Betrachtung von Nummernschildern auf “kurzer” Distanz. Die schwarzen Schildziffern können durch ihre unterschiedliche IR Abstrahlung, je nach Detektorempfindlichkeit, auf der jeweiligen Distanz gelesen werden.

nplate-setup_w2

b) Man simuliert die Betrachtung durch den “Bewuchs” mit einem Tarnnetz oder vgl..
Je nach Detektorempfindlichkeit kann die Wärmekontur dahinter mehr oder weniger erkannt werden.
Dieser Aufbau schien uns realitätsnäher und wurde hierbei verwendet.
man-covered_w2

FLIR-320-uncovered_w Keiler uncovered

FLIR-320-covered_w Keiler covered

Die jeweiligen Vergleichsbilder wollen wir nicht im einzelnen kommentieren und überlassen die Interpretation dem Betrachter, jedoch stellen wir fest, dass z.B die optische Vergrößerung sowie die Bildschärfe bei der FLIR Kamera nicht mit den zu erwartenden Leistungsdaten stimmig ist.
Es sei angemerkt, dass die Bildschärfe bei den per Kabel oder WiFi übertragenen Bildern unabhängig von der Dioptrieneinstellung des Okulares ist und somit nicht beeinflusst werden kann.

Fazit:
Aus unser Betrachtungsweise ist die Preisdifferenz zwischen den beiden Optiken von ca. 400 EUR nicht leistungstechnisch erkennbar und gerechtfertigt. Interessant ist auch, dass der FLIR VOx Detektor mit 17 micron Pitch von der theoretischen Seite her betrachtet besser performen sollte, dies konnten wir nicht mit unserem Versuchsaufbau darlegen.

Entscheidend zur Beurteilung des Gesamtleistung einer Optik ist, wie dieser Vergleich zeigt, nicht der einzelne Parameter z.B. der Pitchwert, sondern die Qualität des Gesamtsystems.
Beide im Test verwendeten Optiken werden in Asien hergestellt, jedoch liegt die Gesamtperformance in der Abstimmung der entscheidenden Komponenten und Software.
Wir raten daher, bevor Sie eine Wärmebildkamera erwerben, vergleichen und testen Sie mit Ihren eigenen Augen und verlassen Sie sich nicht alleinig auf Glanzprospekte und bekannte Marken.

Frage: 640×480 oder 320×240 Pixel Auflösung bei Vorsatzoptiken?

Welchen Vorteil haben Vorsatzoptiken mit 640×480 gegenüber 320×240 Pixel Auflösung?


Die Pixelanzahl alleine heisst rein GAR NICHTS::
Auflösung = pixel pitch / Brennweite (kleiner ist besser, Winkel/Pixel)
Gesichtsfeld = Pixelanzahl * pixel pitch / Brennweite * Abstand
(Gesichtsfeld = Sehfeld , Diagonale oder x oder y ist da egal – da wir hier nur von 640/320 sprechen ist es konkret auf die x-Achse bezogen, gilt aber in allen Richtungen)

Gehen wir mal von DEMSELBEN Objektiv aus, sowie von gleicher Pixelgröße.
Dann ist:
Auflösung (640)      = Auflösung (320)
Gesichtsfeld (640) = 2 * Gesichtsfeld (320)

Bei einem Clip-On wird jetzt das Gesichtsfeld sowieso nicht genutzt, daher bringt das grössere Gesichtsfeld der 640er Kamera nichts.
Beim Clip-On wird das Sehfeld vom Tageslicht-ZF gemacht, da da ja eine Vergrösserung drin ist, also vom Display der IR-optik nur ein kleiner zentraler Teil benutzt wird.
Ein **NUR** als clip-on benutztes IR-Gerät ist konstruktiv meist anders ausgelegt als ein allgemeines IR-Gerät für allgemeine Anwendungen. Bei einer 320er Kamera ist das Bild meist KLEIN gemacht, d.h. auch nur den zentralen Teil des Displays zu benutzen, bei DERSELBEN HOHEN AUFLÖSUNG für die man sonst eine 640er Kamera benötigen würde. Das Gerät ist dann aber eben NUR als Clip-On geeignet, es sei denn man verwendet bei Zoom x2
dann ein grösseres Display.

Vergleichen wir zwei Geräte, die GLEICHE WINKELAUFÖSUNG haben (d.h. Pixelsize/Brennweite ist gleich = gleiche Frontlinse!) und auch GLEICHE PIXELGRÖSSE IM DISPLAY:
a) 320-er Kamera: bei 1:1 elektronischem Zoom werden nur die zentralen 320 Pixel im Display benutzt.
Bei x2 Zoom wird jeder Pixel verdoppelt auf dem Display, d.h. wir haben jetzt halbe Auflösung, aber volles Gesichtsfeld verglichen mit dem 640er.
b) 640-er Kamera: bei 1:1 elektronischem Zoom werden volle 640 Pixel im Display benutzt, Sehfeld doppelt so groß wie bei 320er.
Bei 1/2 Zoom haben wir EXAKT das Bild der 320er Kamera.

Den Zoomprozeß zeigt das folgende Schaubild

Zomm_k

“Wer zoomen will braucht Pixel, vgl. PS beim PKW”
diese zeigt rechts anschaulich der folgende Youtube Film

Also ist für ein Clip-On die 320er Kamera gerade so gut.
Anders sieht das aus wenn die 640er Kamera ein Objektiv mit der DOPPELTEN Brennweite wie das Objektiv der 320er Kamera benutzt. Dann ist:
Auflösung(640) = Auflösung(320) / 2, also doppelt so gut
Gesichtsfeld(640) = Gesichtsfeld(320)
In diesem Falle ist die 640er Kamera doppelt so gut wie die 320er. Das macht man aber nur dann wenn man das Gesichtsfeld zu irgendwas mal braucht.
Durch Wahl der Brennweite dazwischen lässt sich auch jeder Zwischenzustand realisieren. Wenn es also um ein Gerät für die Anwendung ***NUR*** als Clip-on geht, d.h. wird für sonst NICHTS angewendet, dann ist die 320er Kamera gerade so gut; das entspricht auch dem zoom 1/2 bei der 640er Kamera.

Bildwiederholungsrate (HZ)
Diese hat, wie richtig erwähnt, nichts mit der Bildqualität zu tun, ABER ist für eine weidgerechte Bejagung umso wichtiger. Wer mit einer 9 Hz Clip-On Optik jagen geht, riskiert fatale „falsche“ Treffpunktablagen, da das Bild der Kamera nicht ein reales Bild darstellt (zeitverzögert). „Der Keiler zieht und der Schütze hingt hinter her..“ also finger weg von diesen Optiken!

Zusammengefasst
Mann kann sagen: Je kleiner der Pitch des Detektors, desto schärfer das Bild, dies ist grundsätzlich im optimierten Gesamtsystem begründet (neuere, bessere Fertigungsverfahren, Software, leistungsfähigere Komponenten etc., vgl. der PC Prozessoren).
ABER auch hier gibt es Ausnahmen, wie dieser Optikvergleich zeigt.

Wir bevorzugen und empfehlen 640×480 Pixel Optiken vor 320er, da diese:
a) einer neueren Entwicklungsgeneration entsprechen und
b) nach unseren Vergleichen zu 98% über eine bessere Leistung (Schärfe und Temperatursensibilität) verfügen.

Bei einer Wärmebildkamera kann nicht der einzelne Parameter zur Bestimmung der Gesamtleistung herangezogen werden. Entscheidend sind im wesentlichen:
Pixel Pitch des Detektors / Pixel Pitch sowie Pixelanhzahl des Displays / Brennweite / Linsenvergütung / Software / u.m.

Beispiel:
Ein PKW mit 6 Zylinder Motor aus dem Jahre 1980 fährt nicht so gut (Effizienz, Fahrgefühl etc., wie ein PKW mit 6 Zylinder aus dem Jahre 2017, dies liegt in der Optimierung des Gesamtsystems.
“17µm Optiken sind also nicht gleich 17µm Optiken” !

……..
Der Vorteil einer Wärmebildoptik gegenüber eines Restlichtverstärkers ist, dass Sie sofort mit Ihren eigenen Augen die Qualität der Optik erkennen können. Eine “Verschönung der Leistungsdaten” durch einen IR Aufheller ist nicht gegeben und erst recht nicht erforderlich.
Da Restlichtverstärker im jagdlichen Bereich zu 99% mit IR-Aufhellern eingesetzt werden,
ist nur die Röhrenkennzahl Linienpaare pro Millimeter (lp/mm) relevant. Aber diese Tatsache wird nur den wenigsten Kunden erklärt und somit viel Geld “aus dem Fenster geworfen” für Leistungsmerkmale die nie zum Einsatz kommen.

Die Röhren Generationsmogelei bei Restlichtverstärkeranbietern hat mittlerweile überhand genommen. Man könnte meinen, dass nur noch Umsatz über Super-Hyper-Extended-GenXY Phantasiebezeichnungen anstelle von klaren für den Anwender verständliche und messbare Leistungsdaten generiert werden kann.
……..

Unsere Empfehlung
Laden und probieren Sie unsere LIEMKE Wärmebild Leistungs App. Hiermit können Sie den IFOV (Pixel mRad) für eine x-beliebige Optik nach den Johnson Kriterien ausrechnen und sich die Leistungsdaten anzeigen lassen.

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“You can’t depend on your eyes when your imagination is out of focus.” ~Mark Twain

 

Neue FLIR / Armasight Produkte mit dem Boson 12 micron Detektor

Als Shot Show Premiere hat FLIR / Armasight in Las Vegas neue Produkte mit dem Boson VOx Detektor mit 12µm Pitch vorgestellt. Vorerst wurden nur Prototypen gezeigt. Es heisst von FLIR, dass die Markteinführung, beginnend in den USA im 4QT 2017 erfolgt.

Flir-Helios-Boson

Mit der Markteinführung in Europa ist nicht vor 2018 zu rechnen. Ab der Markenname Armasight zukünftig weitergeführt wird, ist derzeit noch unklar, jedoch unwahrscheinlich.

Zu der Frage wann die FLIR Scout Produktserie mit dem Boson Detektor ausgestattet wird,
wollte FLIR keine Stellung nehmen, wir gegen davon aus, nicht vor 2018.

FLIR-Q-14

Neue Pulsar Optikserie Helion und Trail

Die Firma Pulsar bewirbt die neue Wärmebild Baureihe Pulsar Helion und Pulsar Trail.
Die Vorstellung erfolgt auf der IWA Messe in Nürnberg.
http://www.pulsar-nv.com/de/products/thermal-imaging-scopes/

Charakteristisch ist die modulare Bauform um die Optiken als handgeführte Optik in der Baureihe: Helion XP bzw. Helion XQ
und als Zieloptik der Baureihe Pulsar Trail XP und Trail QX anzubieten.

Pulsar Helion xp50  Pulsar Trail xp50

Pulsar Helion                                                              Pulsar Trail

Pulsar Helion               Pulsar Trail

Das Pulsar Helion wird in 6 Versionen verfügbar sein.
XQ Version mit ULIS ASi Detektor, Auflösung: 384×288 Pixel, 17 µm Pitch
XP Versionen mit ULIS ASi Detektor, Auflösung: 640×480 Pixel Auflösung, 17µm Pitch
Helion XQ19F
Helion XQ38F
Helion XQ50F
Helion XP28
Helion XP38
Helion XP50

Die Optiken werden erstmalig auch mit dem ULIS ASi Detektor mit 640×480 Pixel und 17 micron Pitch angeboten.

Pulsar-Helion  Pulsar-Trail

Pulsar Helion Intro Video                                           Pulsar Trail Intro Video

Ob die Pulsar Quantum Serie weitergeführt wird oder ggf. auch mit dem 640×480 Pixel Detektor ausgestattet wird, ist derzeit unklar.

Vergleich Infrarot-Kompaktkameras

Die Fachzeitschrift Gebäude-Energieberater berichtet über alle relevanten Bereiche der Energieberatertätigkeit. In der Ausgabe 10/2016 gibt es einen umfassenden Fachwissen-Bericht mit dem Thema “Thermographie zum Mitnehmen”.

Im Produktvergleich wird auch die Opgal ThermApp HZ erwähnt, die Sie bei uns im Online-Shop erstehen können.

Ein interessanter Beitrag für Energiesparer, Heimwerker und Gebäudeenergieberater

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

Pulsar Core Version FXD-55 / FXQ38 / FXQ50

Auf Grund häufiger Nachfragen und verwirrender Aussagen im Netz, finden Sie folgend den aktuellen Technikstand der Pulsar Core Vorsatzoptik.
Ab Januar 2017 wird die Pulsar Core Optik unter dem Namen  FXD55 geliefert, technisch gibt es KEINE Unterschiede zu der FXD-50 Optik.
Gründe der unterschiedlichen Namensgebung sind vermutlich im Rahmen des BKA Ausnahmegenehmigungantragsverfahren der Firma Pulsar / Hupra zu suchen.

Ob und wann die womögliche FXQ38 bzw. FXQ50 Version mit dem 17 micron Pitch Detektor auf den Markt kommt, ist derzeit unklar, vermutlich nicht vor dem 4 QT. 2017.

Pulsar-FXQ38

pulsar-fxd55
Pulsar FXD-55

pulsar-fxd-technische-daten
Technische Daten und Lieferumfang

Das Pulsar Core hat eine Baulänge von 190mm (ohne adaptiertes Beobachtungsokular). Mit adaptierten Klemmadapter (unsere Version) beträgt die Gesamtaufbaulänge 235mm (275mm mit dem Pulsar Klemmadapter).
Unklar ist auch die Typisierung -55, denn sowohl die Version FXD-50 als auch die Version FXD-55 haben einen gemessenen Linsendurchmesser von 41mm.
Selbiges gilt auch für die hangeführte Optik Pulsar XQ-50,

Verbesserter Klemmadapter für das Pulsar Core

neuer-pulsar-core-adapter

Ebenfalls ab November liefern wir einen verbesserten Klemmadapter.
Dieser ist robuster und noch kürzer im Aufbau und verringert somit die negative Hebelwirkung bei einer Impulsbelastung.
Beim Erwerb der Pulsar Core Optik erhalten Sie bei uns einen Adapter nach Ihren Durchmesservorgaben, gratis dazu.

pulsar-core-adapter-vergleich

Adaptervergleich: Version alt oben, neu unten.

Weiterführende technische Daten finden Sie auf der Pulsar Herstellerseite.oder auf dem folgenden YouTube Film:

pulsar-core-fxd55

Marktübersicht über Wärmebildoptiken unter 2.500,- EUR

Gerade jetzt zu Beginn der aktuellen Jagdsaison bekommen wir immer wieder Anfragen, welche Wärmebildoptik sich als Einsteigergerät für die Jagd eignen würde.
Wir schreiben hier gerne einmal auf, welche Meinung wir in der persönlichen Beratung dazu vertreten.

Grundsätzliche Betrachtung bei der Jagdanwendung

Für den Jagdeinsatz empfehlen wir den Kunden sich Wärmebildkameras mit den Mindestleistungsanforderungen von 25Hz Bildfrequenz, 320x240x Pixel Auflösung und 19mm Objektivdurchmesser anzuschauen und zu vergleichen.

In einem früheren Beitrag haben wir auf Nachfrage die Jagdtauglichkeit von Wärmebildkameras bis 1.000 € schon betrachtet. Wir stellten fest, dass sich Interessenten hier mit der technischen Möglichkeit zufrieden geben müssen auf ca. 100m zu detektieren, ob ein “Stück Wild” anwechselt. Sie können aber nicht erkennen, ob es sich um einen Dachs oder Fuchs handelt.

Um die aktuelle Frage adäquat zu klären ziehen wir daher Geräte um die 2.300 € zum Vergleich heran, da wir in unseren Beratungen davon ausgehen, dass die Kunden Wild nicht nur erkennen, sondern auch “ansprechen” wollen.

Wettbewerbsanalyse

Wir halten den Vergleich der folgenden Wärmebildoptiken für angebracht. Alle Geräte sind von uns getestet und können guten Gewissens auch von uns vertrieben werden. Das Keiler-25 kommt aus eigenem Hause und wird nach unseren Spezifikationen hergestellt.

Attribut LIEMKE Keiler-25 GUIDE IR-510P PULSAR Quantum XQ19 FLIR Scout III 320
Bildfrequenz 50 Hz 50 Hz 50 Hz 30 oder 60 Hz
Auflösung 384×288 Px 400×300 Px 384×288 Px 320×240 Px
Linsengröße 25mm 19mm 19mm 19mm
Zoom 2-4x 2-4x 2-4x 2x
Reichweite bis 800m bis 700m bis 600m bis 650m
Abmessung 180x70x70mm (LxBxH) 160x67x62mm (LxBxH) 180x86x59mm (LxBxH) 172x59x62mm (LxBxH)
Gewicht 490g 350g 350g 340g
Bildspeicherfunktion Nein, Liveübertragung per WiFi/Videokabel möglich Ja, zusätzliche Übertragung per Wifi (keine Liveübertragung)/Kabel möglich Nein, Übertragung per Kabel möglich Nein, Übertragung per Kabel möglich
Akku/Batterie integriert, bis 6h Dauerbetrieb integriert, bis 6h Dauerbetrieb 4 AA-Batterien, abhängig von Qualität der Batterien integriert, bis 5h Dauerbetrieb
Preis
Stand Okt 2016
2.298 EUR 2.350 EUR 2.320 EUR 2.398 EUR

Praktische Übersetzung der Kennzahlentabelle

In der Bildfrequenz nehmen sich die Geräte alle nichts. Ein Unterschied von 50Hz zu 60Hz ist praktisch nicht sichtbar. Ebenso macht die Auflösung von 384×288 Pixeln zu 400×300 Pixeln keinen Unterschied. Mit 320x240Pixeln kratzt die Flir Scout III an der unteren Grenze unserer Empfehlungen.

Bei den Zoom-Möglichkeiten liegen alle Infrarotkameras gleichauf. Befindet man sich auf der Pirsch ist ein Zoom nicht notwendig, da man die realen Entfernungen verzerrungsfrei gespiegelt bekommt. Sitzt man auf dem Ansitz sind Geräte mit 2-4-fachem Zoom ideal um Wild auch sicher identifizieren zu können.

Bei der Linsengröße liegt das LIEMKE Keiler-25 vorn. Die 25mm Linse verspricht eine größere Reichweite im Vergleich zu den anderen Kandidaten. Die optische Vergrößerung sorgt hier für eine bessere Bildqualität, aber für ein engeres Sehfeld. Bedenkt man allerdings, dass eine gute Linse den Großteil der Kosten einer Wärmebildkamera ausmacht, steht die Keiler-25 im Vergleich sehr gut da. Zum Vergleich des Sehfeldes empfehlen wir unseren Sehfeldsimulator.

Für die Jäger, die sich ihre nächtlichen Ausflüge gerne später noch einmal in Bildern ansehen, bietet die Guide IR510P als einzige einen integrierten Bildspeicher von 4GB und kommt somit dem Namen “Kamera” am nächsten. Die anderen drei Kandidaten teilen sich im Vergleich den Video-Ausgang. Das Keiler-25 sticht noch mit der WiFi-Funktion heraus, so dass Bilder und Videos bequem auf Smartphone und Tablet-PC übertragen werden können und von dort aus dann an die Freunde versendet werden können.

Die Pulsar Quantum XQ19 sticht als einzige Kamera mit einer Batterie-Stromversorgung heraus. Hier kann im Wald natürlich schnell getauscht werden, während die anderen Kameras integrierte Li-Ionen Akkus besitzen, die per USB-Kabel geladen werden. In Zeiten von Powerbanks im Hosentaschenformat allerdings auch kein herausragender Vor- oder Nachteil mehr.

Fazit

Grundsätzlich ist es immer schwierig die reinen Kennzahlen miteinander zu vergleichen. Zum einen, weil man sich oft auf die Herstellerangaben verlassen muss, zum anderen weil ein gutes Wärmebildgerät vor allem aus dem korrekten Zusammenspiel aller Komponenten besteht. Vor allem die Temperatursensibilität des Detektors, Bildoptimierungssoftware, Linsenvergütung etc. spielt eine entscheidene Rolle und führt zu einer guten und sichtbaren Bildqualität.

Im Fazit empfehlen wir die LIEMKE Keiler-25 und das nicht nur weil diese unseren Namen trägt, sondern weil diese Optik in einer engen Zusammenarbeit mit einem Hersteller entstanden ist der unsere technischen Empfehlungen erfolgreich umgesetzt hat. Damit hält die Keiler-25 was sie verspricht. Sie bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere im Anbetracht der größeren Linse und der einzigartigen Live WiFi Bildübertragung.

Ab sofort ist unsere neue Wärmebildoptik aus dem Hause Liemke verfügbar: das Keiler-25.
Die multifunktionale Wärmebildkamera ist für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche geeignet. Sei es für Tierbeobachtung und Jagd, PKW gestützt oder als stationäre Überwachung auf dem Kanzeldach mit einem motorisiertem Stativkopf. Mit den 50Hz wackelfreie Bildfrequenz ist die Wärmebildoptik führend im Vergleich zu anderen Wärmebildkameras.

Bestellen Sie das Liemke Keiler-25 in unserem Shop.

Technische Merkmale

Kompakte Wärmebildoptik

  • 50Hz Bildfrequenz
  • 25mm Objektivlinse
  • 384 x 288 Pixel Auflösung
  • 22 x 16° Sehfeld
  • Dioptrienverstellung

LCD Farbdisplay

  • 640 x 480 Pixel Auflösung
  • 1,8-fache optische Vergrößerung
  • 2-/3-/4-facher digitaler Zoom
  • integrierter Markierlaser
  • fixer Objektivfokus

3 Betrachtermodi

  • Wärme = schwarz
  • Wärme = weiß
  • RedAlert
  • zusätzliche HotSpot Tracking Funktion

Starke Batterie

  • Batteriestandzeit bis 4 Std. Dauerbetrieb
  • USB-Micro Buchse zum Laden
  • Integrierter Li-On Akku

Bild- und Videoaufnahmen

  • Bilder per WiFi übertragen
  • Video-Ausgangsbuchse
  • PAL-Videoformat

Robustes Gehäuse

  • IP66 Schutzklasse
  • ¼“ Stativgewinde
  • 70x70x180mm (BxHxL) und 490g

Für Bild- und Videomaterial schauen Sie sich doch unser Video an: