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Die Kennzahl Temperatursensibilität NETD

NETD
steht für Noise Equivalent Temperature Difference, dient zum Messen der Temperatursensibilität und ist eine entscheidende Kennzahl zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Detektors. NETD wird in Millikelvin (mk) angegeben.

Warum gibt es Wärmebildoptiken bei denen der Detektor in verschiedenen Detektorqualitäten angeboten wird, wie z.B. “commercial”, “professional” oder “industrial grade”?

Falsch wäre die Annahme, dass die Detektorproduktion vergleichbar der einer Restlichtverstärkerröhren-Fertigung ist, d.h. Fertigungsqualitätsschwankungen und somit eine selektierte Nachproduktionsauslese mit den Prädikaten mal gut und weniger gut.

Die Detektorenwaverproduktion ist um ein vielfaches prozeßsicherer in diesem Vergleich.
Tatsache ist, dass man Detektoren nachträglich “tunen” , d.h. mit Hilfe optimierten Algorithmen und Einstellungen, mal sensitiver oder auch weniger sensitiver programmieren kann.
Bei diesem Vorgang stellen wir fest, dass Sensitivität immer auch auf Kosten des “Bildrauschen” erfolgt. Vergleichen wir es mit einem PKW Chiptuning, bei dem die Geschwindigkeitsbegrenzung entfernt wird. Dieser Prozeß hat meist Auswirkungen auf die “Dauerperformance” des Systems.

Aus unserer Sichtweise ist eine Rechtfertigung von höheren Preisen dieser “getunten” Detektoren nicht gegeben, es handelt sich schlichtweg um eine andere hochgeladenen Systemsoftware.
Warum nicht einfachheitshalber dem Kunden gleich den optimal konfigurierten Detektor verkaufen….

 

Kaufkriterien einer Wärmebildoptik

Die Anzahl der im Markt verfügbaren Wärmebildoptiken nimmt zu.
Wir empfehlen daher vor einer Kaufentscheidung die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:

  1. Auflösung
    Wer Reichweite benötigt und zoomen will, braucht Pixel, mehr desto besser.
  2. Pixel Pitch (Pixelgröße)
    Wer das optimale an Detailschärfe, insbesondere im Zoombereich haben will, benötigt die kleinste verfügbare Pixelgröße, dies sind derzeit 12µm im zivilen Bereich.
  3. Leistungsparameter
    Definieren Sie im Vorfeld für welchen Einsatzzweck Sie die Optik verwenden wollen, hiernach richtet sich die Linsengröße, somit Sehfeld und Bauart.
  4. Wirtschaftlichkeit
    Wer sparen will, sollte in den letzten technischen Stand investieren.
  5. Praxis
    Lassen Sie sich nicht von Kennzahlen oder Forenbeiträgen täuschen, sondern testen und vergleichen Sie Optiken mit Ihren Augen!

 

Marktübersicht handgeführter Wärmebildoptiken 11.2017

Folgend finden Sie eine Marktübersicht relevanter Wärmebildoptiken für den handgeführten Einsatz in monokularer Bauform.

Wärmebild-Marktübersicht-11.17

Übersicht als .pdf Dokument

Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die aufgeführten Modelle spiegeln die im Markt meist verwendeten und gehandelten Optiken wieder.
Desweiteren sei angemerkt, dass die Bildqualität (Schärfe, Kontrast, Sensibilität), wahrgenommen vom Betrachter, nicht aus den Kennzahlen abzuleiten ist.
Hier kann nur der Vergleich mit den eigenen Augen Aufschluss geben.

Sollten wir eine Kennzahl nicht korrekt gelistet haben, bitten wir um Nachricht.

Sehe Das Unsichtbare – CCD SWIR CMOS & CO.

Im Zeitalter der Digitalisierung erleben wir auch in der Bildverarbeitung einen raschen Wandel.
Wir geben Ihnen im folgenden Beitrag einen komprimierten Überblick und Vergleich der unterschiedlichen Technologien im Bezug auf die entsprechenden Wellenlängen sowie deren Einsatzschwerpunkt (ohne quantenphysikalische Grundlagen).

1. Die Wellenlängen des Lichtes

Das folgende Schaubild zeigt die Wellenlängen im Bezug zu der jeweiligen Technologie, die es ermöglicht diese Strahlen zu detektieren.

Wellenlänge-des-Lichtes_web

2. Beschreibung der Graphik von links nach rechts:

2.1 Die für uns Menschen sichtbaren Wellenlängen (blauer Bereich)
Strahlen im Bereich von ca. 380 bis 780 nm (0,38 bis 0,78µm) sind mit unseren Augen sichtbar.
Rotwild und Füchse im Vergleich sind in der Lage Wellenlängen oberhalb von 800nm zu erkennen.

2.2 CMOS (CCD) Detektoren (violette Kurve)
CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor)
CCD: (Charged Coupled Device)
Strahlendetektion: ca. 400 – 1.080nm
Trägermaterial: Silizium
Vorteile:
– Erkennen von Laserstrahlen
– Sicht durch Glas bei sehr geringen Lichtvershältnissen (0.005 Lux).
– Farbdarstellung

Funktionsweise:
Nach dem photoelektrischer Effekt, d.h. Atome im Silizium werden durch die Photonen des Lichtes angeregt, dabei werden Elektronen freigesetzt , a) sofort verarbeitet (CMOS) oder  b) gesammelt und dann verarbeitet (CCD) man spricht bei der Verarbeitung vom “Eimerkettenprinzip” s. Film unten. Der grundsätzliche Unterschied beider Technologien liegt also in der Art der Weiterleitung/Verarbeitung der Elektronen.

humaneye_vs_CCD

CCD_vs_eye

CMOS und CCD Sensoren im Vergleich haben Vor- und Nachteile. Genannt sei hier die höhere Lichtempfindlichkeit sowie das geringere Bildrauschen der CCD Sensoren. CMOS Sensoren können kompakter gebaut werden und verbrauchen weniger Strom. Mittlerweile werden in fast allen Smartphones CMOS Sensoren als Kamerachip verbaut. CMOS Detektoren werden schrittweise herkömmliche Restlichtverstärkeroptiken (die Fotokathoden verwenden) ablösen.
Einen anschaulichen Vergleich beider Technologien zeigt der folgende Film:

CMOS-vs.-CCD

2.2 Restlichtverstärkende Optiken (NVG) = grüne Linie
Strahlendetektion:
ca. 600 – 900nm
Vorteile:
Gesichtserkennung, wenig Stromverbrauch
Nachteile:
– Zur optimalen Verwendung wird ein IR Aufheller benötigt
– Begrenzte Lebensdauer der Röhre, ca. 5.000 Std.
– Verwendung nur bei Nacht sinnig

Restlichtverstärker arbeiten nach dem Prinzip der Elektronenbeschleunigung. Photonen treffen auf eine Fotokathode, lösen Elektronen aus, diese werden durch Spannung im Vakuum beschleunigt und auf einem Leuchtschirm durch Fluoreszens (meist grün) dargestellt.

NSG-Prinzip
NVG coyote
Sicht durch einen NVG mit Aufheller

 

2.3 SWIR Detektoren (roter Bereich)
SWIR (Short Wave Infrared)
Strahlendetektion: 900 – 1.700nm
Trägermaterial: meist Indiumgalliumarsenid (InGaAs)
Vorteile:
– Erkennen von Laserstrahlen
– Sicht durch Glas
– Nutzen die Objektstrahlenreflektion aus der Atmosphäre (Airglow)
– Sicht durch Nebel
Nachteile:
– Teuer, keine Farbdarstellung möglich

Funktionsweise:
SWIR Sensoren arbeiten vergleichbar wie CCD/CMOS Detektoren, d.h. verwandeln Photonen in Elektronen, daher auch Quantum Detektoren genannt. Anstelle von Silizium verwenden SWIR Detektoren als “Photonenabsorbtionsschicht” InGaAs oder Mercury Cadmium Telluride (HgCdTe). Bedingt durch die chemische Struktur dieser Materialien vergrößert sich der Wellenlängendetektionsbereich sowie die Empfindlichkeit.
SWIR Detektoren sind aufwendig in der Herstellung, verwenden z.T. Kühleinheiten, werden in einem komplexen Herstellprozeß mit unterschiedlichen Materialien hergestellt und verfügen über eine CMOS Ausleseeinheit, dies macht die Herstellung dieser Detektoren teuer.
Im Vergleich zu MWIR / LWIR Optiken (die abstrahlende Lichtstrahlen vom Betrachtungsobjekt detektieren) erkennen SWIR Optiken die vom Objekt reflektierten sowie absorbierten Lichtstrahlen (Photonen).
SWIR Detektoren ermöglichen das Erkennen von Laserstrahlen, Sicht durch Nebel, Rauch und Glas bei sehr geringen Lichtverhältnissen. Durch den breiten Wellenbereich können NIR Laserpointer (1.06μm), Laser-Zielmarkierer sowie augensichere Laser-Entfernungsmesser (1,55μm) erkannt werden. Eine verdeckte Aufhellung durch 1.55μm Laseraufheller oder LEDs ist möglich und garantiert somit eine Eigendetektierbarkeit NUR mit einer SWIR Kamera oder selbigen Aufhellungsprinzip.
SWIR Detektoren nutzen das “Nachthimmelsleuchten” airglow oder auch sky radiance genannt.
Dies ist ein schwaches Leuchten in höhren Atmosphärenschichten entstanden durch Prozesse in der Ionosphäre, dies ist 5x “heller” als das Reflexionslicht der Sterne.
SWIR Optik können diese Strahlen detektieren, verwenden und nutzen diese als “künstliche Restlichtverstärkung”. Im Gegensatz zu mittelwelliger (MWIR) und langwelliger (LWIR) Infrarotstrahlung, bei denen die Strahlung vom Gegenstand selbt abgestrahl wird (aktiv), ähnelt die kurzwellige Infrarotstrahlung (SWIR) dem sichtbaren Licht, d.h. von dem Gegenstand werden Photonen reflektiert oder absorbiert (passiv).

SWIR Detektoren finden vornehmlich im militärischen und industriellen Einsatz Verwendung (Qualitätskontrolle).
SWIR Derivatapplikationen sind bzw. das “active imaging” Konzept der Firma AIM,
oder laser gated imaging. (s. Fußnote)

SWIR Detektor
SWIR InGaAs Detektor Größe: 45x45x55mm

Swir Detector
Schematischer SWIR Sensor Aufbau

CMOS_SWIR-vgl

SWIR_Nebel
Vgl. Sicht ohne und mit SWIR im Nebel

SWIR_Nacht
  Vgl. Sicht ohne und mit SWIR im Dunkeln

SWIR_Glas
  Vgl. LWIR und SWIR durch Glas

SWIR-vs-visible
Youtube Film: SWIR vs. sichtbares Licht

2.4 MWIR (oranger Bereich)
MWIR (mittelwelliges Infrarot)
Strahlendetektion: 3,7 – 4,8µm
Trägermaterial: Indiumgalliumarsenid (InGaAs) / HgCdTe (Quecksilber-Cadmium-Tellurid)
Vorteile:
– hohe Temperatursensibilität (< 20 mk)
– hohe Reichweite
– hohe Bildschärfe
Nachteile:
– teuer
– Betriebsgeräusch
– “größere” Bauform

Funktionsweise
MWIR Detektoren verwandeln ebenfalls Photonen in Elektronen und arbeiten nach dem inneren Photoeffekt. Hierbei wird ein Elektron aus einer Bindung gelöst indem es ein Photon absorbiert.  Als Absorbtionssubtrat kommt meist InGaAs zum Einsatz.
Diese Detektoren sind aktiv gekühlt, d.h. verfügen über einen Kühlmotor, meist ein Sterlingmotor (in der Startphase deutlich hörbares Geräusch) hierbei wird der Detektor bis zu 120K (-153 C°) gekühlt um die Temperatursensibilität zu erhöhen.
Ein kleinerer Pixel Pitch im Vgl. zu LWIR Detektoren (meist <12 µm) liefert somit ein schärferes und kontrastreicheres Bild.
Bauartbedingt sind diese Optiken sehr teuer und finden Ihre Verwendung meist im militärischen Bereich, Forschung und in Gebäudethermographie.

MWIR-Detector
MWIR Detector mit Sterling Kühlmotor

MWIR Detector
Schematischer Aufbau

MWIR Image
Bild einer MWIR Kamera

2.5 LWIR (pinker Bereich)
LWIR (langwelliges Infrarot)
Strahlendetektion: ca. 8 – 13µm
Trägermaterial: ASi (Amorphes Silizium oder VOx (Vanadiumoxide)
Vorteile:
– preiswert
– kompakte Bauform

Funktionsweise
LWIR Detektoren verwandeln ebenfalls Photonen in Elektronen. Sie arbeiten nach dem Prinzip der Änderung von Widerstand, Spannung oder Stromstärke.
Die Detektorzelle eines Mikrobolometerarrays besteht aus einer nur wenige Mikrometer dicken, strahlungsempfindlichen Scheibe, welche durch zwei gebogene Kontakte über dem eigentlichen Detektor gehalten wird (so genannte Mikrobridges). Die Scheiben bestehen aus einem Material mit einem stark temperaturabhängigen Widerstand (zum Beispiel Vanadiumoxid). Die einfallende Infrarotstrahlung wird absorbiert und führt zu einer Temperaturerhöhung des Scheibchens, was wiederum den Widerstand ändert. Der gemessene Spannungsabfall wird als Messsignal ausgegeben.

ASi-Detektorzelle
Schematischer ASi LWIR Detektor Aufbau

12-micron-BOSON-vs.-17-micron-ULIS
Größenverhältnis von LWIR Detektoren

640x480-pixel-resolution
Sicht durch eine LWIR Optik mit 12µm Pitch

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Fazit:
Je nach der gewünschten Wellenlängendetektion benötigt man (noch) unterschiedliche Detektoren.
Jede der Technologien hat Ihre Vor- und Nachteile und muss für den jeweiligen Einsatzzweck ausgewählt werden.

CMOS-und-CO-Vergleich

Derzeit laufen Forschungsprojekte bei denen versucht wird kurzwellige UV bis langwellige IR Detektion auf einem Sensorchip zu vereinen (Multispektral / Hyperspektral Detektoren) .

Multispektral-Detektoren

Problematisch wird die Verwendung von nur einer Linse sein, da LWIR/MWIR Strahlen nicht wie z.B. SWIR durch herkömmliches Silikon basierendes Glas emittieren können.
Stichwort Planar Detektoren.
Nach Aussagen des US Herstellers UTC Aerospace Systems / Sensors Unlimited wurde dies bereits umgesetzt, jedoch zu Kosten und Größenverhältnissen, die eine feldtaugliche Lösung nicht ermöglichen.
Warten wir auf den Lösungsansatz der IOSB in Ettlingen.

 

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Active Imaging:
Das ist wie eine Stroboskop-Beleuchtung, nur
– sehr kurze Laser-Lichtblitze in Abständen so, dass das Auge nichts wahrnehmen kann
und nur da beleuchtet wo man auch wirklich hinschaut mit der Kamera (ausgerichteter Laser)
– Kamera-Belichtung damit synchronisiert, d.h. Kamera sammelt nur dann Licht wann Laser an (und schaut genau dahin wo der Laser beleuchtet)

Laser gated imaging:
Hierbei wird mit Hilfe von Laseraufhellern die Reichweite sowie die Bildqualität einer SWIR Kamera optimiert. Entscheidend hierbei ist die Frequenz mit dem der Laseraufheller gepulst ist.
Die eine optimale Abstimmung kann hierbei die Reflextion von Wasserstropfen (Nebel, Dunst) umgangen werden (Berücksichtigung der Wasserstropfen-Eigenschwingung) und somit die Reichweite der SWIR Optik vergrößert werden. Stichwort destruktive Interferenz, hierbei werden die Amplituden der beiden Wellen voneinander subtrahiert. Sind sie gleich, so löschen sie sich gegenseitig aus, vgl. BOSE active noise cancelling.

“To be or not to be seen” ist stets ein Wettlauf zwischen den Anbietern, nutzt aber wenig wenn im Felde der Strom ausgeht..

 

The Shrinking Paradigm Change

Why are traditional optic manufacturing companies faced with a fast need for change?

Recent years, traditional sport optics manufacturers are faced with an increasing market demand for optronic products. It seems to be that all is about to:
“Be optronic or not to be optronic”

The time has gone that innovation can be sold via bigger lenses or better lens coating.
We have reached a technical level where the footprint e.g. design of optics is shrinking instead of growing.
It is hard for them to hear, but true that you do not need a 56mm lens anymore, either in your hand or at your scope.
With the optronic deal, you get the light for free, there is no need to “collect” or even intensifie it anymore.

Generation-change

The above picture shows on the left side a 11x80mm binocular, sold as a “very low light” bino for twilight use. On the right sight is shown a compact handheld thermal imager typ Keiler-25.
Technically wise, the thermal imager nearly 99% compensates the bino, esthetic wise the bino outperforms the thermal more than 110%.

esthetic

The market driven pull effect gives optic companies two choices, either change and adapt fast or watch the train from behind.
As we know, companies like Swarovski already started to move in the right direction, as they  currently work on a handheld thermal imager which will be launched latest at the IWA show 2018.
Leupold launched beginning 2017 the LTO Tracker, utilizing the Raytheon 206×156 Pixel 12µm Pitch detector, same as used for the Seek RevealXR handeld thermal imager.

Leupold-LTO-Tracker

Trijicon optics recently bought the innovative thermal imager manufacturer IRD Defence and startet their new Electro Optics devision.

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Is anyone out there still using a tube driven TV?
Exactly, we are in the HD age on the flat and curved wave.
Got pixels?
Yes, certainly but please not less than 3840×2160
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Resume:
We will be experiencing, that the small innovative companies will beat the big ones, once again.
Big steps and innovation in the hunting/outdoor market will be seen in the optic sector and not on anti tick trousers our pink colored AR-15 plattforms.
Light intensifier products will be compensated by digital CMOS (Complementary Metal-Oxide-Semiconductor) optics and traditional “daylight” optics will be fitted in the transition phase firstly with digital features such as Bluetooth link to e.g. ballistic Apps, such as the Swarovski dS 5-25×52 P and then go 100% optronic.
We talk again in 2018..

Neue Pulsar Optikserie Helion und Trail

Die Firma Pulsar bewirbt die neue Wärmebild Baureihe Pulsar Helion und Pulsar Trail.
Die Vorstellung erfolgt auf der IWA Messe in Nürnberg.
http://www.pulsar-nv.com/de/products/thermal-imaging-scopes/

Charakteristisch ist die modulare Bauform um die Optiken als handgeführte Optik in der Baureihe: Helion XP bzw. Helion XQ
und als Zieloptik der Baureihe Pulsar Trail XP und Trail QX anzubieten.

Pulsar Helion xp50  Pulsar Trail xp50

Pulsar Helion                                                              Pulsar Trail

Pulsar Helion               Pulsar Trail

Das Pulsar Helion wird in 6 Versionen verfügbar sein.
XQ Version mit ULIS ASi Detektor, Auflösung: 384×288 Pixel, 17 µm Pitch
XP Versionen mit ULIS ASi Detektor, Auflösung: 640×480 Pixel Auflösung, 17µm Pitch
Helion XQ19F
Helion XQ38F
Helion XQ50F
Helion XP28
Helion XP38
Helion XP50

Die Optiken werden erstmalig auch mit dem ULIS ASi Detektor mit 640×480 Pixel und 17 micron Pitch angeboten.

Pulsar-Helion  Pulsar-Trail

Pulsar Helion Intro Video                                           Pulsar Trail Intro Video

Ob die Pulsar Quantum Serie weitergeführt wird oder ggf. auch mit dem 640×480 Pixel Detektor ausgestattet wird, ist derzeit unklar.

Marktübersicht über Wärmebildoptiken unter 2.500,- EUR

Gerade jetzt zu Beginn der aktuellen Jagdsaison bekommen wir immer wieder Anfragen, welche Wärmebildoptik sich als Einsteigergerät für die Jagd eignen würde.
Wir schreiben hier gerne einmal auf, welche Meinung wir in der persönlichen Beratung dazu vertreten.

Grundsätzliche Betrachtung bei der Jagdanwendung

Für den Jagdeinsatz empfehlen wir den Kunden sich Wärmebildkameras mit den Mindestleistungsanforderungen von 25Hz Bildfrequenz, 320x240x Pixel Auflösung und 19mm Objektivdurchmesser anzuschauen und zu vergleichen.

In einem früheren Beitrag haben wir auf Nachfrage die Jagdtauglichkeit von Wärmebildkameras bis 1.000 € schon betrachtet. Wir stellten fest, dass sich Interessenten hier mit der technischen Möglichkeit zufrieden geben müssen auf ca. 100m zu detektieren, ob ein “Stück Wild” anwechselt. Sie können aber nicht erkennen, ob es sich um einen Dachs oder Fuchs handelt.

Um die aktuelle Frage adäquat zu klären ziehen wir daher Geräte um die 2.300 € zum Vergleich heran, da wir in unseren Beratungen davon ausgehen, dass die Kunden Wild nicht nur erkennen, sondern auch “ansprechen” wollen.

Wettbewerbsanalyse

Wir halten den Vergleich der folgenden Wärmebildoptiken für angebracht. Alle Geräte sind von uns getestet und können guten Gewissens auch von uns vertrieben werden. Das Keiler-25 kommt aus eigenem Hause und wird nach unseren Spezifikationen hergestellt.

Attribut LIEMKE Keiler-25 GUIDE IR-510P PULSAR Quantum XQ19 FLIR Scout III 320
Bildfrequenz 50 Hz 50 Hz 50 Hz 30 oder 60 Hz
Auflösung 384×288 Px 400×300 Px 384×288 Px 320×240 Px
Linsengröße 25mm 19mm 19mm 19mm
Zoom 2-4x 2-4x 2-4x 2x
Reichweite bis 800m bis 700m bis 600m bis 650m
Abmessung 180x70x70mm (LxBxH) 160x67x62mm (LxBxH) 180x86x59mm (LxBxH) 172x59x62mm (LxBxH)
Gewicht 490g 350g 350g 340g
Bildspeicherfunktion Nein, Liveübertragung per WiFi/Videokabel möglich Ja, zusätzliche Übertragung per Wifi (keine Liveübertragung)/Kabel möglich Nein, Übertragung per Kabel möglich Nein, Übertragung per Kabel möglich
Akku/Batterie integriert, bis 6h Dauerbetrieb integriert, bis 6h Dauerbetrieb 4 AA-Batterien, abhängig von Qualität der Batterien integriert, bis 5h Dauerbetrieb
Preis
Stand Okt 2016
2.298 EUR 2.350 EUR 2.320 EUR 2.398 EUR

Praktische Übersetzung der Kennzahlentabelle

In der Bildfrequenz nehmen sich die Geräte alle nichts. Ein Unterschied von 50Hz zu 60Hz ist praktisch nicht sichtbar. Ebenso macht die Auflösung von 384×288 Pixeln zu 400×300 Pixeln keinen Unterschied. Mit 320x240Pixeln kratzt die Flir Scout III an der unteren Grenze unserer Empfehlungen.

Bei den Zoom-Möglichkeiten liegen alle Infrarotkameras gleichauf. Befindet man sich auf der Pirsch ist ein Zoom nicht notwendig, da man die realen Entfernungen verzerrungsfrei gespiegelt bekommt. Sitzt man auf dem Ansitz sind Geräte mit 2-4-fachem Zoom ideal um Wild auch sicher identifizieren zu können.

Bei der Linsengröße liegt das LIEMKE Keiler-25 vorn. Die 25mm Linse verspricht eine größere Reichweite im Vergleich zu den anderen Kandidaten. Die optische Vergrößerung sorgt hier für eine bessere Bildqualität, aber für ein engeres Sehfeld. Bedenkt man allerdings, dass eine gute Linse den Großteil der Kosten einer Wärmebildkamera ausmacht, steht die Keiler-25 im Vergleich sehr gut da. Zum Vergleich des Sehfeldes empfehlen wir unseren Sehfeldsimulator.

Für die Jäger, die sich ihre nächtlichen Ausflüge gerne später noch einmal in Bildern ansehen, bietet die Guide IR510P als einzige einen integrierten Bildspeicher von 4GB und kommt somit dem Namen “Kamera” am nächsten. Die anderen drei Kandidaten teilen sich im Vergleich den Video-Ausgang. Das Keiler-25 sticht noch mit der WiFi-Funktion heraus, so dass Bilder und Videos bequem auf Smartphone und Tablet-PC übertragen werden können und von dort aus dann an die Freunde versendet werden können.

Die Pulsar Quantum XQ19 sticht als einzige Kamera mit einer Batterie-Stromversorgung heraus. Hier kann im Wald natürlich schnell getauscht werden, während die anderen Kameras integrierte Li-Ionen Akkus besitzen, die per USB-Kabel geladen werden. In Zeiten von Powerbanks im Hosentaschenformat allerdings auch kein herausragender Vor- oder Nachteil mehr.

Fazit

Grundsätzlich ist es immer schwierig die reinen Kennzahlen miteinander zu vergleichen. Zum einen, weil man sich oft auf die Herstellerangaben verlassen muss, zum anderen weil ein gutes Wärmebildgerät vor allem aus dem korrekten Zusammenspiel aller Komponenten besteht. Vor allem die Temperatursensibilität des Detektors, Bildoptimierungssoftware, Linsenvergütung etc. spielt eine entscheidene Rolle und führt zu einer guten und sichtbaren Bildqualität.

Im Fazit empfehlen wir die LIEMKE Keiler-25 und das nicht nur weil diese unseren Namen trägt, sondern weil diese Optik in einer engen Zusammenarbeit mit einem Hersteller entstanden ist der unsere technischen Empfehlungen erfolgreich umgesetzt hat. Damit hält die Keiler-25 was sie verspricht. Sie bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere im Anbetracht der größeren Linse und der einzigartigen Live WiFi Bildübertragung.